Zwangseinweisung: Frau behauptet, funktionierenden Aufzug an S-Bahnhof gesehen zu haben

Am zurückliegenden Wochenende wurde eine offenbar verwirrte Frau in eine Nervenheilanstalt in Bochum eingewiesen. Sie unterlag der Wahnvorstellung, einen fahrenden Aufzug in einem S-Bahnhof im Ruhrgebiet gesehen zu haben. Laut Auskunft der behandelnden Ärzte bestand erhebliche Verletzungsgefahr für die Frau, die möglicherweise versucht hätte, den unsicheren Aufzug zu benutzen.

Aufgrund der Absurdität der Behauptung wurde auch keine Überprüfung eingeleitet, ob die Angaben der Patientin der Wahrheit entsprechen. Dazu sagte einer der Ärzte weiter: “Wenn ein Patient oder eine Patientin behauptet, im Park ein fliegendes Einhorn gesehen zu haben, prüfen wir schließlich auch nicht nach, ob es das wirklich gegeben hat.”

Ein Sprecher der Deutschen Bahn pflichtete dem Arzt bei und bezeichnete die Schilderung der Frau als völlig abwegig. In sozialen Netzwerken gab es dennoch viele Solidaritätsbekundungen mit der Frau. Speziell Personen aus dem süddeutschen Raum stellen ebenfalls die Behauptung auf, eine solche Erscheinung schon beobachtet zu haben.

Vergleichbare Schilderungen sind insbesondere im Ruhrgebiet, in Norddeutschland sowie in Berlin und Brandenburg auffallend selten. Das Bundesgesundheitsministerium will nun mit Hochdruck untersuchen, ob es sich um eine bisher unbekannte Epidemie oder eine drogeninduzierte Halluzination handelt, die sich aus Süden kommend in Deutschland ausbreitet.

Bild-Quelle: Autor: Marvin Reuter, Lizenz cc-4.0