Zahnärztemangel: Handwerkskammer bietet Fortbildung zum Kiefer-Innenraum-Stuckateur an

Berlin – Um den Zahnärztemangel, der vor allem in ländlichen Regionen herrscht, zu verringern, plant der Zentralverband des deutschen Handwerkes Fortbildungen zum Kiefer-Innenraum-Stuckateur anzubieten. In der offiziellen Informationsbroschüre heißt es dazu: „Die mechanischen Arbeiten am Zahn unterscheiden sich technisch kaum von den Tätigkeiten, die Handwerker jeden Tag ausführen. Sie sind es gewohnt im Großen, aber auch im Kleinen exakt zu arbeiten und täglich Qualität zu produzieren.“

Zahnärzte sehen den Beruf des Kiefer-Innenraum-Stuckateurs jedoch kritisch. Beispielsweise wird darauf verwiesen, dass diese keinesfalls eine Betäubung setzen könnten. Befragte Handwerker halten das jedoch für vernachlässigbar: „Wir setzen schnell einen 5er-Bohrer auf die Hilti und Hämmern so einen Zahn in zwei Sekunden weg. Da braucht man gar keine Betäubung. Zum Schluss kommt ein Klecks Verbundmörtel ins Loch. Zack fertig, Zahn.“

Während die ersten Fortbildungen zum Kiefer-Innenraum-Stuckateur noch laufen, prüft der Zentralverband des deutschen Handwerkes bereits die Einrichtung weiterer Bildungsgänge. So wird beispielsweise geprüft, in wie weit Kunst­stoff- und Kau­tschuk­techniker/innen Arbeiten in der plastischen Chirurgie übernehmen können, um auch dort die steigende Nachfrage bedienen zu können.

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