Endlich: Gammeliges Glas Gurken wird UNESCO-Welterbe

Viele Jahre hatte sich die UNESCO Zeit gelassen, um über den Status eines gammeligen Gurkenglases zu entscheiden, das die meiste Zeit im Kühlschrank eines mittelständischen Unternehmens in Hessen steht. Teile des UNESCO-Gremiums hatten offenbar Bedenken, einem Glas Gewürzgurken, das seit so langer Zeit abgelaufen ist, dass das Etikett vollständig zerfallen ist, den Status des Welterbes zuzuerkennen.

Nach Auffassung des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst war die Entscheidung überfällig: “Das gammelige Glas Gurken steht stellvertretend für die deutsche Firmenkühlschrankkultur, die geschützt werden muss. Diese wird in den letzten Jahren zunehmend von Reinigungskräften bedroht.”

Ein Mitglied des UNESCO-Gremiums, das unerkannt bleiben wollte, erklärte, wie es nun zu dem Meinungsumschwung kam: “Da mittlerweile jeder zweite Kaugummi auf einem hübscheren Gullideckel Welterbe ist, kam es auf ein Glas Gurken mehr oder weniger auch nicht mehr an.”

Jetzt rechnen sich viele Städte guten Chancen aus, eigene Sehenswürdigkeiten in die Welterbe-Liste aufnehmen zu lassen. Prominente Beispiele sind der verdreckte Vorplatz des Essener Hauptbahnhofs, die Kölner U-Bahnbaustelle und der Abstiegskampf des HSV.

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