Streikkultur: Griechenland schickt Experten nach Frankreich, um Arbeitsmoral zu fördern

Athen – Der griechische Ministerpräsident Tsipras zeigte sich besorgt über die Streikwelle in Frankreich: „Es kann nicht sein, dass Frankreich sich Reformen verweigert und die europäische Wirtschaft mit sich in den Abgrund zieht. Europa darf es nicht hinnehmen, dass alle über ihre Verhältnisse leben und dann Besitzstände verteidigen, die nur durch exzessive Verschuldung aufgebaut werden konnten.“

Es scheint, als sei einer der Hauptgründe für die Streiks die Sorge der französischen Gewerkschaften um ihre eigene Macht und nicht, um das wirtschaftliche Wohl Frankreichs. Schließlich zeigen die französische Staatsverschuldung und die Arbeitslosenquote ganz deutlich, dass Reformen bitter nötig sind.

Französische Gewerkschaften widersprechen dem heftig und fordern die Rücknahme der Arbeitsrechtsreformen und eine Ausrichtung der Wirtschaft am venezolanischen Vorbild: „Venezuela hat erfolgreich vorgemacht, wie sozialistische Reformen, die keine Rücksicht auf die wirtschaftliche Realität nehmen, ein Land für die Zukunft aufstellen können.“