Mann zündet Sitze an, um aus langweiliger Oper befreit zu werden: Feuerwehr zeigt Verständnis

Irgendwann zwischen der dritten und vierten Stunde des Rings der Nibelungen sah sich ein verzweifelter Zuschauer zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Er griff zu einem Feuerzeug und zündete die sich vor ihm befindliche Sitzreihe der Leipziger Oper an. Wie erhofft, beendete der ausgelöste Feueralarm und die herbeieilende Feuerwehr sein Leiden.

Laut Feuerwehr ist die Tat kein Einzelfall. Offenbar sehen sich mehr und mehr Zuschauer und Zuschauerinnen gezwungen, sich mit radikalen Mitteln aus einschläfernden Kulturveranstaltungen zu befreien. “Wir arbeiten an einer Liste mit Risiko-Aufführungen.”, sagte der Sprecher der Leipziger Feuerwehr. “Diese Aufführungen sollen zukünftig mit dem Warnhinweis versehen werden, dass sie nur für extreme Masochisten geeignet sind.”

Aufgrund der Häufung vergleichbarer Vorfälle, speziell bei Aufführungen des Rings der Nibelungen, hatte die Feuerwehr anfangs vermutet, es handele sich um einen Teil der Performance. Dies ließ sich jedoch nicht bestätigen.

Angezeigt wurde der Mann übrigens nicht, was ein an den Löscharbeiten beteiligter Feuerwehrmann schulterzuckend wie folgt begründete: “Ist mir auch schon passiert.”

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