Macht der Gewohnheit: CDU will Frauen, die der Partei Sexismus vorwerfen, in der Küche einsperren

Berlin – Jenna Behrends, eine junge CDU-Politikerin aus Berlin, geht hart mit ihrer Partei ins Gericht. Sie wirft ihr vor, ein Haufen konservativer alter Männer zu sein, der Rollenbildern aus den 50er Jahren nachhänge. Kurzum: Sie wirft der CDU vor, sich wie die CDU zu verhalten.

Kritiker der These von der sexistischen CDU führen an, dass diese immerhin eine Frau zur Kanzlerin auf Lebenszeit gewählt habe und daher nicht sonderlich frauenfeindlich sein könne. Feministinnen und Feministen hingegen vermuten, dass Angela Merkel schlicht trotz des in der CDU vorherrschenden Sexismus Kanzlerin geworden ist. Konservativen Kreisen gilt sie ohnehin nicht als weibliche Wegbereiterin, sondern als Strafe Gottes.  

Der CDU-/CSU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder mischte sich in die Debatte ein und schlug vor, Jenna Behrends für ihre Äußerung sechs Wochen bei Wasser und Putzlappen in der Küche einzusperren. Als diese Äußerung heftige Kritik in der Öffentlichkeit hervorrief, sah Kauder sich zu einer Richtigstellung veranlasst: “Das ist bei mir daheim eine normale und bewährte Erziehungsmaßnahme. Meine Frau macht das immer so mit mir, wenn ich mich nicht benommen habe.”