Raser-Anwalt geht in Berufung: “Mein Mandant ist genug gestraft. Der hat ja das Rennen verloren.”

Im Prozess um die Berlin-Raser hat einer der beteiligten Anwälte nun Berufung eingelegt. Diese begründete er damit, dass sein Mandant eigentlich schon genug gestraft sei. Immerhin habe sein Fahrzeug bei dem illegalen Straßenrennen einen Totalschaden erlitten und er zum Unfallzeitpunkt auch noch hinten gelegen, also das Rennen verloren: “Das haben die Richter nicht ausreichend berücksichtigt. Auch weitere mildernde Umstände wurden ignoriert. Durch die hohe Geschwindigkeit des Rennens bestand nämlich eigentlich nur ein geringes Unfallrisiko. Nehmen wir beispielsweise an, dass sie vor einem Kindergarten 240 km/h fahren, statt der erlaubten 30. Dann halten Sie sich dort so kurz auf, dass es, statistisch gesehen, sehr unwahrscheinlich ist, ein Kind umzufahren.”

Zur Eindämmung illegaler Straßenrennen wird nun eine Gesetzesänderung diskutiert. Bisher werden maximal 400 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot fällig. Verschiedene Landesinnenminister setzen sich dafür ein, die Teilnehmer solcher Rennen zukünftig damit zu bestrafen, dass sie nur noch französische Autos fahren dürfen. Man erwartet sich davon eine besonders abschreckende Wirkung.