NSU-Prozess endgültig geplatzt

München – Nach nunmehr drei Jahren ist der Prozess gegen Beate Zschäpe und andere mutmaßliche Mitglieder des Nationalsozialistischen Untergrundes geplatzt. Begründet wurde der Prozessabbruch damit, dass bei der Staatsanwaltschaft in Chemnitz Akten vom Hochwasser weg gespült wurden und Beweismittel einem Vulkanausbruch zum Opfer fielen.
Außerdem ist der für den Prozess vorgesehene Gerichtssaal in München letzte Woche verschwunden. Als der Saal am Freitagabend für Reinigungsarbeiten geöffnet wurde, befand sich hinter der Tür nur ein schwarzes Loch.

Zuletzt waren immer weniger Medienvertreter zum Prozess erschienen, da viele Journalisten die hohen Ansprüche der geänderten Akkreditierungsrichtlinie nicht mehr erfüllen. Die Voraussetzungen beinhalten neben der rituellen Opferung von drei Dodos auch das fließende Sprechen von obersorbisch und schottisch-gälisch.

Der finale Sargnagel für den Prozess war das unauffindbar Verschwinden von Beate Zschäpe. Das Innenministerium mutmaßte, sie sei von Außerirdischen entführt worden. Das ihr Verschwinden mit geöffneten Gefängnistüren und abwesenden Wachen zusammen hinge, wies das Ministerium als abwegig zurück.