Neymar-Transfer: Spanien führt 19% Mehrwertsteuer auf Fußballer ein

Wer zahlt eigentlich Steuern an wen, wenn ich mich selber kaufe? Ist das dann eine Ausgabe oder eine Einnahme? Diese und ähnliche Fragen will Spanien zukünftig vereinfachen, in dem es 19% Mehrwertsteuer auf Fußballer nimmt. Schließlich sind die Spieler im Grunde auch nur besonders langsame Rennpferde.

Die Diskussion kam ins Rollen, nachdem Neymar die eigene Ablösesumme bezahlen will, um als freier Spieler nach Paris zu wechseln, wo er das Geld zufällig vom katarischen Besitzer des Pariser Clubs wiedererhält. Kritiker sehen dabei die Financial Fair Play Richtlinien umgangen und sprechen liebevoll von Financial Zuhälterei.

Für Aufsehen sorgte in der Fachwelt auch weniger die horrende Ablösesumme von 222 Millionen Euro. Sondern die Ankündigung, dass Neymar auch seine Steuern aus der eigenen Kasse bezahlen will. Beteiligte sprachen von einem beispiellosen Vorgang und äußerten breites Unverständnis.

Die eigentlich unbeteiligte FIFA sprang dem Fußballer bei: “Wir sehen in dem Vorgang kein Problem. Und das hat nichts damit zu tun, dass wir selber hunderte Millionen aus Katar bekommen haben. Die Kataris sind einfach nur sehr nette Leute.”

Bild-Quelle: Agência Brasil Fotografias Creative CommonsAttribution 2.0 Generic