Neuer Unkrautvernichter: Monsanto macht Keimmilch-Hersteller Übernahmeangebot

St. Louis – Der umstrittene Pflanzenschutzhersteller Monsanto macht wieder von sich reden. Die Firma, die demnächst in den Besitz von Bayer übergehen soll, kauft ihrerseits weiter ein. Offenbar erschien den Amerikanern das Produkt, das eine deutsche Molkerei kürzlich per Zufall entwickelte, sehr verlockend. Diese hatte eine Milch entwickelt, die so giftig ist, dass sogar Syriens Herrscher Assad den Vorschlag, sie über Aleppo abzuwerfen, als unmenschlich zurückwies.

Monsanto sieht offenbar jedoch großes Potenzial darin, die Milch als Unkrautvernichter einzusetzen. Das neue Mittel hat gegenüber dem Verkaufsschlager Glyphosat einen großen Vorteil: Es muss nicht von Zulassungsbehörden genehmigt werden. Damit könnte Monsanto ein neues Produkt im Angebot haben, falls das umstrittene Glyphosat zukünftig keine Wiederzulassung mehr erhält.

Einen Haken hat die Sache allerdings. Bisher warb Monsanto gerne damit, dass Glyphosat so ungefährlich sei, dass man es sogar trinken könne, ohne schwere Schäden davon zu tragen. Das lässt sich beim neuen Produkt nun nicht mehr behaupten.

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