Nah am Bürger: NSA nimmt Beschwerden zur Überwachung ab jetzt an jeder Kamera entgegen

Fort Meade – Wie jetzt bekannt wurde, hat der Überwachungskamerahersteller NetBotz im Auftrag der NSA eine Hintertür in seine Systeme eingebaut, wodurch US-Geheimdienste Zugriff auf die übermittelten Daten hatten.
Das ist zwar traurig, aber keineswegs überraschend. Schlimm dagegen ist, dass der BND von den Vorgängen seit 2004 wusste, es aber nicht für nötig erachtete, die deutsche Spionageabwehr davon zu unterrichten.

Nach Bekanntwerden des Lecks in den Unsicherheitskameras veröffentlichte die NSA ein Statement, das Problembewusstsein vermissen lässt: „Beschweren Sie sich ernsthaft, dass sie von einer Überwachungskamera überwacht wurden?“

Vor dem Hintergrund der neuen Enthüllung stellt sich erneut die Frage, ob Deutschland durch den BND eigentlich sicherer oder unsicherer wird. Würde man den BND abschaffen, könnte man das freiwerdende Geld möglicherweise nutzen, um damit einen Geheimdienst aufzubauen. Selbst wenn das nicht gelänge, bliebe zumindest die Genugtuung, dass Spionage auf deutschem Boden zukünftig von amerikanischem Steuergeld bezahlt wird und nicht mehr von deutschem.