Einsturzgefahr: Extrem übergewichtiger Mann darf nicht mehr über beschädigte Leverkusener Brücke gehen

Leverkusen –  Es wirft ein Schlaglicht auf die Schäden an der vernachlässigten deutschen Verkehrsinfrastruktur, dass es nun notwendig wurde, die Leverkusener Rheinbrücke für einen extrem übergewichtigen Fußgänger zu sperren. Vorerst gilt die Sperrung nur in einem Einzelfall. Dabei handelt es sich um einen über 300 Kilo schweren Mann aus Leverkusen.

Lokalpolitiker protestieren gegen die Maßnahme, die vom Bundesverkehrministerium beschlossen wurde, da es sich um eines bundeseigene Brücke handelt: “Es macht keinen Sinn, Autos bis 3,5 Tonnen über die Brücke fahren zu lassen, aber eine 300 kg schwere Person nicht.”

Statiker begründen die Sperrung damit, dass sich die Fußgängerüberwege an den Außenseiten der Brücke befinden, wodurch eine besonders starke Belastung entsteht. Sollten die Instandhaltungsarbeiten weiter nur langsam voran gehen, könnte die Sperrung auch auf leichtere Personen ausgeweitet werden. Das Verkehrsministerium wollte keine Einschätzung dazu abgeben, ob ähnliche Maßnahmen zukünftig für andere beschädigte Brücken ergriffen werden müssen.