Lückenlos überwachter Häftling hat Nebenjob als Animateur auf Mallorca

Das Justitia blind ist, hat offenbar nicht nur Vorteile. Denn nach dem skandalösen Selbstmord von Jaber Albakr werden zunehmend weitere Enthüllungen zu Tage gefördert. Diese scheinen zu belegen scheinen, dass es in Sachsens Justizvollzugsanstalten drunter und drüber geht.

Bei den jetzt eingeleiteten Untersuchungen wurde ein Häftling identifiziert, der ebenfalls unter lückenloser Überwachung steht, aber dennoch nebenbei als Hotel-Animateur auf Mallorca arbeitet. Die Leitung der JVA hat nun angekündigt, ein ernstes Gespräch mit dem Mann zu führen, sobald er wieder von der Insel zurück ist.

Im Fall Jaber Albakr wird zunehmen klar, warum die Beamten den Gefangenen so schlampig überwachten. Aufgrund der Religion des Mannes gingen die Justizbeamten offenbar davon aus, dass nicht mit einem Selbstmord zu rechnen sei. Dazu sagte einer der Beteiligten: “Es ist doch allgemein bekannt, dass diese Buddhisten sich eigentlich gar nicht umbringen dürfen.”

Um derartige Vorfälle ab sofort zu vermeiden, will man suizidgefährdeten Häftlingen in Sachsen zukünftig Schnürsenkel, Rasierklingen, Modern Talking und andere zum Selbstmord taugende Utensilien abnehmen.

Original-Quelle: Deval Kulshrestha under terms of the CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported.