“Kurze Sätze machen”: Merkel lernt vor Trump-Besuch kindgerechte Sprache

Wie gestaltet sich die Kommunikation, wenn sich eine Doktorin der Physik mit einem gescheiterten Wohnungsmakler trifft, der die Schule nach dem Kindergarten abgebrochen hat?
“Schwierig”, war offenbar die Antwort, die sich das Auswärtige Amt selber gegeben hat. Daher erhielt Kanzlerin Merkel vor ihrem Besuch bei Trump ein zweitägiges Intensivtraining in kindgerechter Sprache. Darin wurde die Frage behandelt, wie man komplexe geopolitische Zusammenhänge mit einem Wortschatz von 300 Wörtern vermittelt.

Merkels Trainerin schilderte im Interview die besondere Herausforderung: “Wir mussten davon ausgehen, dass Trump keine Wörter versteht, die aus mehr als acht Buchstaben bestehen. Besonders gut dürfte alles funktionieren, was mit einfachen Gefühlen, Hunger oder Durst zu tun hat. Für den Fall, dass auch das nicht funktioniert, befindet sich in der Delegation noch eine Spezialistin. Sie war in den 70er Jahren daran beteiligt, einem Gorilla Zeichensprache beizubringen. Mit einiger Übung und vielen Nüssen als Belohnung sollte das auch Trump hinkriegen.”