AfD gegen Kanzleramts-Renovierung: “Nach unserem Wahlsieg wird Berlin sowieso umgebaut”

Kaum 15 Jahre nach seiner Einweihung ist das Berliner Kanzleramt bereits sanierungsbedürftig, obwohl Helmut Kohl niemals Gelegenheit bekam, die Statik auf die Probe zu stellen. In den kommenden Jahren droht eine millionenteure Sanierung.

Die AfD forderte die Regierung jedoch vorsorglich dazu auf, kein Geld in die Instandsetzung zu investieren, da sie bereits andere Pläne habe. Björn Höcke sagte wörtlich: “Nach dem Wahlsieg der AfD wird die Welt … äh … Bundeshauptstadt Berlin sowieso großflächig umgebaut.”
Alle demokratischen Parteien und die Linkspartei kritisierten die Äußerung heftig, die anscheinend auf Umbaupläne in den 30er Jahren anspielt. Frauke Petry nahm Höcke jedoch gegen die Kritik in Schutz: “Ich verstehe die Aufregung nicht. Wir müssen dem Wort Germania wieder eine positive Bedeutung geben!”

Die städtebaulichen Folgen der AfD-Gedankenspiele wären vermutlich desaströs. Die Vision eines flächendeckenden Stadtumbaus, kombiniert mit der Berlinerischen Planungskompetenz, würden die Stadt in kürzester Zeit in einen Kartoffelacker zurück verwandeln.

Original-Quelle: Bundesarchiv, Bild 146-1986-029-02, CC-BY-SA 3.0