Neues Hebel-Zertifikat: Mit der Deutschen Bank am Erfolg von Einbrecherbanden teilhaben

Frankfurt – Die Deutsche Bank kündigte an, ein neues Hebel-Zertifikat zu emittieren, mit dem Anleger endlich direkt von der steigenden Zahl der Wohnungseinbrüche profitieren können. Das Zertifikat erlaubt es, auf die Gewinne der Einbrecher zu spekulieren. Nehmen die Einbrüche zu, steigen also auch die Gewinne der Anleger.

Im Wertpapierprospekt bewirbt die Deutsche Bank das Papier als soziale Alternative zum Einbruchsschutz: “Wohnungseinbrüche sind die direkte Folge von sozialen Ungleichheiten in Deutschland und seinen Nachbarländern. Das eigene Haus oder die Wohnung gegen Einbruch zu sichern, zementiert also lediglich diese Vermögensunterschiede. Das Einbruch-Hebel-Zertifikat schafft hier erstmals einen Ausweg: “Sie profitieren von den Gewinnen der Diebe und können zusätzlich Ihren eigenen Schaden bei der Hausrat-Versicherung geltend machen. Zusätzlich  unterstützen Sie eine nachhaltige Entwicklung armer gesellschaftlicher Schichten.”

Sozialverbände begrüßten die innovative Idee und forderten die Polizei auf, auf die unsoziale Aufklärung zum Einbruchsschutz zukünftig zu verzichten. Die Reaktionen der Landesinnenminister fielen unterschiedlich aus. Während man die Idee in Berlin zumindest prüfen wolle, wiesen NRW und Niedersachsen den Vorschlag zurück: “Bereits jetzt sind unsere Maßnahmen gegen die steigende Zahl der Einbrüche nur leere Worte. Wir sind der Auffassung, den Einbrechern damit bereits genug entgegen gekommen zu sein.”