„Ein Pfund Gehacktes, bitte“: Bahn verkauft alte Fahrkartenautomaten

Am Wochenende rief ein Vertreter der Bahn bei Microsoft an, um Hilfe bei den gehackten Fahrkarten-Automaten zu erhalten. Er wurde jedoch nicht mit einem Techniker verbunden, sondern mit einem Archäologen.

Offenbar hat die Reaktion von Microsoft und der peinliche Ausfall von etwa 500 Fahrkartenautomaten durch WannaCry in der Bahn-Zentrale zu einem Umdenken geführt. Fahrkartenautomaten, die noch auf Windows XP laufen, sollen endlich ersetzt werden. Die darin verbaute Hardware soll zudem noch gewinnbringend verkauft werden.

Stellt sich nur die Frage: Wer soll den Schrott kaufen? Die eingesetzte Hard- und Software gilt sogar in Nordkorea als hoffnungslos veraltet.
Angeblich gibt es sogar einige Polizeidienststellen, die modernere Rechner haben.
Auch die Tatsache, dass einige der Geräte so häufig außer Betrieb waren, dass die Hardware mangels Gebrauch im Grunde neuwertig ist, scheint den Wert nicht zu steigern.

Trotzdem stimmen nicht alle bei der Bahn dem Gerätetausch zu: “15 Jahre ist doch kein Alter.”, sagte ein Wartungstechniker, der von Zügen auf Computer umgeschult hat.
Für Züge und Whiskey mag das stimmen, für Computer eher nicht.