Sorge um Fleischqualität: Reste von Schulessen dürfen nicht mehr an Tiere verfüttert werden

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft reagiert auf die oft kritisierte Qualität von Schulessen und verbietet dessen Zweitverwendung als Tierfutter. Der überfällige Schritt kam, nachdem eine Studie belegt hatte, wie negativ sich Schulessen auf die Tiergesundheit auswirkt.

Das Problem war entstanden, nachdem aufgrund der zunehmenden Anzahl von Ganztagsschulen und Kindergärten mit Übermittagbetreuung immer mehr Essensreste aus diesen Einrichtungen anfielen. Ohne über die Konsequenzen nachzudenken, wurden die Reste aus Schulen und Kitas mit gewöhnlichen Schlachtabfällen vermengt und beispielsweise an Schweine verfüttert. Die Konsequenzen für die Tiere waren gravierend: “Wir müssen feststellen, dass die Tiere mit Vitaminmangel, schwachem Immunsystem und verringertem Wachstum zu kämpfen haben.”, sagte ein besorgter Veterinär aus Niedersachsen.

Zukünftig werden die Schulabfälle als Sondermüll behandelt werden müssen. Was dann damit passiert, ist laut der Sprecherin eines Abfallunternehmens noch nicht völlig klar: “Wir prüfen derzeit, ob die Abfälle in einem Bereich genutzt werden können, der weniger streng reguliert ist, als die Tierfutterherstellung. Schulessen zum Beispiel.”

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