Guten Morgen: CDU kommt völlig überraschend im 21. Jahrhundert an

…wenn’s mal wieder länger dauert, schnapp dir ein Snickers. Oder in diesem Fall: einen Güterzug voll Snickers.
Bisher war das gesellschaftliche Grundsatzprogramm der CDU bekanntlich der Hexenhammer von 1486. Dabei galt das Werk schon bei seiner Entstehung als nur mittelmäßig fortschrittlich.
Nach Berichten aus dem Umfeld der Kanzlerin fiel Merkel am Mittwochmorgen auf, dass das 21. Jahrhundert längst begonnen hat. Umgehend informierte sie anschließend ihre überraschte Partei über die neue Lage. Die Folge ist, dass noch im Jahr des Herrn 2017 mit der Ehe für alle zu rechnen ist.

Unzufrieden zeigte sich lediglich Volker Beck von den Grünen. Dieser hatte der Debatte auf dem jüngsten Parteitag der Wohlstandslinken neuen Schwung verliehen. Bei genauer Analyse der Gesetztesentwürfe musste er aber feststellen, dass die Ehe für alle (trotz des irreführenden Namens) minderjährige Jungen weiterhin ausschließt.
Auch die katholische Kirche zeigte sich enttäuscht, dass Priester und Messdiener zukünftig weiterhin in wilder Ehe leben müssen.

Angela Merkel selber lässt derweil die rechtlichen Möglichkeiten prüfen, das Kanzleramt zu heiraten, “bis dass der Tod sie scheidet.”
Ein eigentlich unnötiger Vorgang, da der Tod sowieso der Einzige ist, der Merkel und das Kanzleramt trennen kann. Denn der Wähler wird es offensichtlich nicht tun.