Dosenravioli statt Erdbeere: Tutti-Frutti-Relaunch setzt auf Früchte, die RTL-Publikum bekannt sind

Nach über 20 Jahren in der Mottenkiste holt RTL Tutti Frutti zurück auf die Mattscheibe.
Doch dieses Mal wird die Sendung mit den strippenden Früchtchen im RTL-Programm merkwürdig niveauxvoll wirken.
Schließlich hat der Sender in den letzten Jahrzehnten viel Arbeit in die Entwicklung eines Programms investiert, das durch die Augen eindringt, sofort scharf abbiegt und unter völliger Umgehung des Gehirns von innen gegen den Hinterkopf prallt.

Das Prinzip von Tutti Frutti basiert darauf, dass Frauen sich bei sinnbefreiten Spielen ausziehen und statt mit Vor- mit Fruchtnamen angesprochen werden. An diesem Konzept wurde nun jedoch etwas gefeilt.
Anscheinend wollte die Senderleitung nicht das Risiko eingehen, Zuschauer mit fremdartigen Produkten wie Bananen, Kirschen und Äpfeln zu überfordern, und setzt daher auf Dosenravioli, Stopftabbak und Doppelkorn.

Das wenig feministische Format handelte RTL umgehend Kritik von Alice Schwarzer ein, die sagte, dass die Wiedereinführung von Tutti Frutti noch frauenfeindlicher sei als ein durchschnittlicher Satz von der ehemaligen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.