Nach Doping-Geständnis: Russische Politik wäscht ihre Hände in Epo

Die russische Anti-Doping-Agentur hat endlich zugegeben, was jeder schon lange wusste: Ein nicht gedopter russischer Sportler ist so selten wie eine Jungfrau im Kabinett von Donald Trump. Nachdem Russland zuvor jahrelang beteuert hatte, man betreibe kein Staatsdoping und sei Opfer einer Verschwörung des Westens, gibt man nun zu, dass es genau andersherum war. Die russische Politik, die bekanntlich nur geringe Kenntnis und Kontrolle über die Vorgänge im eigenen Land hat, soll darüber nicht informiert gewesen sein.

Putin-Versteher gaben zu bedenken, dass der Westen genauso manipuliere wie der Osten, und seine Spuren nur besser vertuschen würde. Obwohl der Umfang, in dem der Westen die eigenen Sportler pimpt wohl kaum russisches Niveau erreicht, wohnt dem Vorwurf ein Funken Wahrheit inne. Zuletzt war bekannt geworden, dass sich US-Sportler vor den Olympischen Spielen allerlei Krankheiten attestieren ließen, um eigentlich verbotene Mittel nehmen zu dürfen.
Ein Beispiel dafür ist, dass der Asthmatiker-Anteil unter amerikanischen Olympioniken höher liegt, als unter den Arbeitern in einer chinesischen Kohlegrube. Trotzdem zeigen die US-Sportler in allen Disziplinen bessere Leistungen als die Kohlearbeiter aus Fernost. Außer im Tischtennis natürlich.