Länger mehr speichern: Forscher wollen DNA-Proben zukünftig mit Zollstock statt Wattestäbchen nehmen

Durch die Begleitumstände des NSU-Prozesses sind Forscher auf das unglaubliche Potenzial von Zollstöcken bei der DNA-Speicherung aufmerksam geworden. Offenbar sind die Fähigkeiten von Zollstöcken denen der bisher genutzten Wattestäbchen weit überlegen, denn in den Spezial-Q-Tips bleibt DNA nur unter günstigen Bedingungen lange erhalten. Nicht so auf den lackierten Holzbrettern aus dem Baumarkt, wo Spuren minestens ein halbes Jahrzehnt problemlos überdauern und unterschiedlichsten Lagerbedingungen trotzen.

Eine Herausforderung beim Einsatz von Zollstöcken zur Aufnahme von DNA-Proben sehen die Forscher darin, die DNA-Spuren von allen Personen zu beseitigen, welche die Geräte im Baumarkt oder in der Produktion bereits angefasst haben. Die unscheinbaren Brettchen geben einmal gespeicherte DNA nur sehr widerwillig wieder frei.

Das brachte die Forscher auf die Idee, sich den “NSU-Messstab” einmal genauer anzusehen, und sie wurden schnell fündig. Schließlich ist der Messstab seit etlichen Jahren bei der Polizei im Einsatz. Neben den DNA-Spuren der Bevölkerung von halb Bayern und Thüringen fanden die begeisterten Forscher darauf auch das komplette Genom eines Tyrannosaurus Rex, dass seit der Kreidezeit perfekt erhalten geblieben ist. Genetiker rechnen damit, schon bald eine Anlage im Stil des Jurassic Park eröffnen zu können.

Übrigens kündigten sofort zahlreiche private Geldgeber an, keine Kosten zu scheuen und den Aufbau eines echten Jurassic Park zu finanzieren. Nach einhelliger Meinung stellt so ein Park eine narrensichere Investition dar, bei der nichts schief gehen kann.

Share