Erdogan bestellt deutschen Botschafter so oft ein, dass der jeden Morgen Brötchen mitbringt

Die Türkei hat gestern den deutschen Botschafter einbestellt. Vorgestern auch. Am Tag davor auch. Die Gründe dafür sind unbekannt und vermutlich nichtig. Die Einbestellungen kommen jedoch mittlerweile in so schöner Regelmäßigkeit, dass der Botschafter bei seiner morgendlichen Visite immer eine Tüte Brötchen mitbringt.

Die Darstellung, dass es sich dabei um ironische Kritik der Botschaft an den ständigen Vorladungen handele, wiesen Botschaftsangehörige zurück. Stattdessen sei der Grund darin zu suchen, dass zwar die deutsch-türkische Zusammenarbeit in letzter Zeit schwierig gewesen sei, die persönlichen Beziehungen aber dennoch sehr gut wären.

Ein Sprecher des türkischen Ünnenmünüsteriüms bestätigte diese Version, ergänzte sie noch um ein Detail: “Wenn du dem deutschen Botschafte sagst, dass du morgens um acht die Brötchen haben möchtest, dann hast du auch morgens um acht die Brötchen.”
Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt aus türkischer Sicht ist, dass der Botschafter auf seinem Rückweg die Kinder der Ünnenmünüsters-Mitarbeiter mit zur Schule nehmen kann.
Die offenbar intakte persönliche Ebene lässt hoffen, dass die Beziehungen zur Türkei mittelfristig wieder besser werden.