Verband islamischer Transvestiten lehnt Burkaverbot ab

Berlin – In der hitzigen Debatte um ein Burkaverbot meldet sich jetzt der Verband islamischer Transvestiten in Deutschland zu Wort. Dessen Mitglieder lehnen ein Burkaverbot ab, da es ihnen die Freiheit nehmen würde, sich weiterhin ungestraft wie eine Frau kleiden zu können.

Unterstützung erhielten sie vom Verband der islamischen Lesben und Schwulen, während islamische Feministen auf Distanz zu den Transvestiten gingen. Allerdings merkte die feministische Gruppe an, dass der Gesetzgeber aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetztes von Burkerträger/innen zu sprechen habe.

Trotz starker Kritik halten mehrere wahlkämpfende CDU-Innenminister am Burkaverbot fest und rechtfertigen den Plan mit Verbesserungen bei der inneren Sicherheit. Laut Überzeugung der Minister stellt aufgrund der eingeschränkten Sichtverhältnisse bereits die Überquerung einer Straße ein großes Risiko für Burkaträger und -trägerinnen dar.
Zusätzlich hoffen die CDU-Politiker, sich mit der konservativen Forderung bei kommenden Koalitionsverhandlungen erfolgreich als Juniorpartner der AfD anbiedern zu können.
Das sich dies wiederum positiv auf die innere Sicherheit auswirkt, darf allerdings bezweifelt werden.

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