Aufatmen in Aleppo: Russland will Nachladenzeiten zukünftig als Feuerpausen werten

Moskau – Der russische Generalstab reagiert auf den steigenden internationalen Druck und stimmt Erleichterungen für die Zivilbevölkerung im umkämpften Aleppo zu. Zwar wurde ein von den vereinten Nationen unterbreiteter Vorschlag, abgelehnt, im Gegenzug aber eine Alternative vorgeschlagen.

Diese sieht vor, die Nachladezeiten der russischen und syrischen Streitkräfte zukünftig als Feuerpausen zu bezeichnen. In Summe entstünde dadurch, an einem durchschnittlichen Tag, eine Feuerpause von fast 30 Minuten, welche die russische Führung für mehr als ausreichend hält.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte das neue Vorgehen in einen Kommuniqué: “Mehr Feuerpausen bedeuten mehr Humanität. Mit der neuen Regelung werden unsere Streitkräfte also ein Höchstmaß an Humanität verbreiten. Im übrigen ist die Behauptung, dass russische Vorgehen in Syrien sei rücksichtslos und grausam, nachweislich falsch. Es ist schon heute so, dass wir bei Nacht nicht zwischen militärischen und zivilen Zielen unterscheiden können und deswegen nur halb so oft angreifen wie am Tag.”