Arbeitsrechtsreform: Anspruch auf Sonderurlaub bei eigener Beerdigung wird gestrichen

Berlin – Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit beschloss der Bundestag eine Änderung des Arbeitszeitgesetztes. Das Recht eines verstorbenen Arbeitnehmers, Sonderurlaub für die eigene Beerdigung zu erhalten, wurde ersatzlos gestrichen. Sollte der Tod während der Arbeitszeit eintreten, ist vorgesehen, dass die Kinder der oder des Verstorbenen den Arbeitstag stellvertretend zu Ende arbeiten. Trotz deutlicher Kritik  von Arbeitgeberverbänden beschloss der Bundestag, dass die Arbeitspflicht schon am Tag nach der Beerdigung erlischt.

Sollten keine Kinder vorhanden sein, ist eine Schadenersatzzahlung aus dem Erbe vorgesehen. Auf Druck von Gewerkschaften wurde jedoch eine Härtefallregelung ins Gesetz aufgenommen, die Kinder unter 12 Jahren von der Arbeitspflicht ausnimmt.
Die Bundesregierung verspricht sich von der Reform eine Steigerung des Wirtschaftswachstum, zu der jeder nur einen kleinen Beitrag leisten muss.